App der Woche: Alfred

Seit einigen Wochen erleichtert mir Alfred das Leben. Alfred ist eine App, die ähnlich funktioniert wie Spotlight, für das ich mich irgendwie nie sonderlich erwärmen konnte. Spotlight, das man über die Tastenkombination Cmd+Space öffnen kann, hilft bei der Suche nach Programmen, Ordnern und Dateien. Außerdem können Rechnoperationen direkt ausgeführt werden.

Was unterscheidet nun also Alfred von Spotlight? Alfred öffnet man über die Tastenkombination Alt+Space. Es erscheint ein Eingabefeld in der Mitte des Bildschirms, in das der Suchbegriff eingetragen werden kann. Abgesehen von all den Dingen, die Spotlight auch leistet, merkt sich das Programm auch, welche Ordner, Programme und Dateien man besonders häufig öffnet. Wird es gerade nicht verwendet, läuft es unauffällig im Hintergrund.

Außerdem können ebenfalls Rechenoperationen ausgeführt werden, nur dass sich im Unterschied zu Spotlight nicht einfach die Rechner-App öffnet, sondern es die Möglichkeit gibt, das Ergebnis in die Zwischenablage zu kopieren.

Über die Einstellungen der App können spezielle Suchvorgänge gestartet werden. Einerseits ist die Anpassung der bereits eingerichteten Suchen möglich. Über spezielle Befehle können Wörter in der Lexikon-App nachgeschlagen werden – sowohl in Schreibweise als auch in Bedeutung. Dieses Feature wäre sehr nützlich, wenn es denn mit der deutschen Sprache funktionieren würde. Da im Lexikon nur ein englisches Wörterbuch enthalten ist, fällt diese Funktion eigentlich flach. Ich habe zwar OpenThesaurus auf deutsch in meine Lexikon-App integriert, aber die erweist sich nicht gerade häufig als nützlich, wenn ich mich bei der Schreibweise eines Wortes nicht entscheiden kann.
Andererseits gibt es aber noch die Websuchen. Über wiki $suchbegriff kann die Suche in Wikipedia ohne Umweg über den Browser ausgeführt werden. Solche Suchen lassen sich auch nach Belieben selbst hinzufügen. Alles, was man dazu wissen muss, ist, wie der Suchbegriff über die URL an die Suchmaschine übertragen wird.
Abgesehen davon kann Alfred auch System-Befehle ausführen. Durch Eingabe eines speziellen Schlüsselwortes können Programme geschlossen oder der Rechner sogar heruntergefahren werden.

Das Aussehen des Panels kann über die Einstellungen beeinflusst werden. Es gibt verschiedene Themes zur Auswahl, aber es kann auch ein eigenes entworfen werden, sollte das erwünscht sein. Auch die Position auf dem Bildschirm kann genau bestimmt werden.

Fazit: Alfred ist eine extrem nützliche App für alle, die gerne mit der Tastatur arbeiten. Man muss tiefer verschachtelte Ordner nicht umständlich im Finder suchen, sondern kann sie direkt öffnen. Für Google-Suchen o.ä. muss nicht extra auf den Browser umgeschaltet werden und den Rechner muss man auch nicht öffnen, weil man alles bequem über ein einziges Eingabefeld erledigen kann. Insgesamt hat Alfred so viele Funktionen, dass man sie sich gar nicht alle auf einmal merken kann. Obwohl ich so viel wie möglich mit der Tastatur erledige, habe ich den Rechner noch nie über den Befehl von Alfred ausgeschaltet. Einzig schade ist, dass das Nachschlagen von Wörtern im Lexikon nicht richtig funktioniert, was aber nicht die Schuld der Alfred-Entwickler ist. Ansonsten ist diese App uneingeschränkt empfehlenswert.

Link: http://www.alfredapp.com/

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