App der Woche: Monosnap

Monosnap-LogoEin Tool, das ich persönlich häufig brauche, wenn ich aus der Ferne erkläre, ist eins für Screenshots. Das geht zwar auf dem Mac relativ einfach, aber wenn ich den Screenshot noch zusätzlich mit Pfeilen, Kästchen oder Text versehen will, ist der Umweg über Photoshop doch recht umständlich – zumindest, wenn es noch Alternativen gibt. Die bekannteste ist sicherlich Skitch, das von Evernote aufgekauft worden ist. Mir persönlich noch besser gefällt aber Monosnap; eine App, die wie Skitch nicht nur für Mac OS, sondern auch für Windows kostenlos erhältlich ist.

Monosnap hält sich unauffällig im Hintergrund. Solange kein Fenster geöffnet ist, wird auch kein Dock-Icon angezeigt, sondern nur eins in der Menüleiste. Darüber kann man dann die wichtigsten Funktionen abrufen. Die angezeigten Tastatur-Befehle lassen sich über die Einstellungen auch noch verändern.
Monosnap MenüAn dieser Stelle wird auch ein kleiner Nachteil sichtbar: Die App ist nur auf Englisch und Russisch erhältlich. Da es aber nicht so viel zu verstehen gibt, fällt es eigentlich kaum auf und das meiste erklärt sich ohnehin von selbst.
Beim ersten Öffnen der App wird man aufgefordert, sich über Facebook einzuloggen oder einen kostenlosen Account zu erstellen. Letzteres hat den Vorteil, dass man seine Screenshots über eine Cloud von überall abrufen kann. Wer das nicht braucht und auch nicht erpicht ist, seine Screenshots bei Facebook zu veröffentlichen, muss keinen Account erstellen und sich auch sonst nirgendwo anmelden. Klickt man das Anmeldefenster weg, kann man die App trotzdem ganz normal benutzen. Über das Einstellungs-Fenster lassen sich sogar Daten für einen FTP-Account eintragen, sodass man die Screenshots auf seinem eigenen Server speichern kann. Es muss also nicht immer die Cloud sein.

Editor bei Monosnap

Die Benutzeroberfläche von Monospace erklärt sich eigentlich von allein. Ganz unten lassen sich Farbe, Linienbreite und Werkzeug auswählen, an der Seite lässt sich das aktuelle Bild direkt auf den Desktop oder in einen Ordner ziehen. Außerdem lässt sich das Bild direkt hochladen, speichern und – und das ist einer der absoluten Vorteile von Monospace – das Bild lässt sich direkt an ein anderes Programm wie zum Beispiel Photoshop senden, um es dort weiter zu bearbeiten.

Ein besonderer Clou, der vor allem mich als Webdesigner freut, ist, dass Monospace auch Farben im Hex-Format ermittelt und man sie auch kopieren kann.
So funktioniert das Ausschnitt-Werkzeug

Fazit: Monosnap ist wesentlich schlanker als Skitch und überzeugt durch seine Funktionalität. Die Vorteile liegen ganz klar in der Weitergabe des Bildes an ein anderes Programm und dem Anzeigen und Kopieren von Hex-Farben. Monosnap ist für Mac OS, Windows, iPhone, iPad und als Chrome-Erweiterung erschienen.

Link zur Homepage: http://monosnap.com/

Update: Monosnap kann jetzt auch Screencasts

2 Kommentare

    • Vielen Dank für den Tipp. ReloadioScreenshot kannte ich noch gar nicht. Du hast recht, es geht damit schneller, aber nicht unbedingt einfacher. Man muss einen Account erstellen. Der Screenshot wird sofort hochgeladen. Dann kann ich zwar sofort damit arbeiten, aber ich will meine Bilder ja auf meinem eigenen Server haben. Oder vielleicht noch mal irgendwie nachbearbeiten.
      Und was die Anpassung an die Blogbreite angeht: Wenn ich meinen Blog entsprechend programmiert habe, wird die Größe von Bildern automatisch an die Bildschirmauflösung angepasst.
      Also für mich wäre ReloadioScreenshot keine Option, deshalb bleibe ich bei Monosnap. Ich finde Monosnap auch nicht unübersichtlich, sondern zweckmäßig. Ein paar Schaltflächen braucht es halt, wenn man mehr tun will, als nur einen Screenshot machen. Da gibt es Programme, die wesentlich komplexer sind.
      Aber wie alles ist auch die Auswahl eines Screenshot-Tools subjektiv. Vielleicht ist ReloadioScreenshot für den einen oder anderen die bessere Lösung.

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