Ein Netzwerk mit WordPress einrichten

Nach dem Update der ersten von sieben von mir betreuten WordPress-Installationen auf Version 3.4.1 habe ich beschlossen, endlich WordPress als Netzwerk einzurichten, damit dieser Update-Wahnsinn ein Ende hat. Ziel: Ein Netzwerk, das es mir ermöglicht mit einem Update mehrere (alle geht leider nicht) Webseiten zu erfassen, sodass ich nicht jede einzeln beackern muss.

Gesagt, getan. Beim ersten Versuch stellte sich heraus, dass die von mir favorisierte Variante nicht funktioniert, da ich WordPress in einem Unterverzeichnis installiert habe und es damit nicht geht.

Allerdings möchte ich auf die Dauer nicht im Unterverzeichnis vom Unterverzeichnis arbeiten, also hilft alles nichts: eine neue WordPress-Installation im Wurzelverzeichnis muss her – Umleiten von Domains inklusive.

Also:

1. Domains entsprechend umleiten – zumindest diejenige, die letztendlich die Netzwerk-Installation enthalten soll. Alles andere kann man ja auch später noch machen.

2. Daten aller WordPress-Installationen sichern, die hinterher ein neues Zuhause bekommen sollen, z.B. mit dem Export-Tool, das in WordPress direkt integriert ist.

3. FTP-Programm öffnen und WordPress hochladen.

4. WordPress ganz stinknormal installieren – entweder mit bereits ausgefüllter wp-config.php oder halt nicht und es bei der Installation ausfüllen.

5. Die neu (in welcher Form auch immer) erstellte wp-config.php öffnen und folgende Zeile ergänzen:
define('WP_ALLOW_MULTISITE', true);
Danach muss die Datei gespeichert und wieder hochgeladen werden. Am besten lässt man die Datei direkt offen, schließlich wird sie später noch mal gebraucht.

6. Jetzt kann man sich in seine WordPress-Installation einloggen. Unter dem Menüpunkt „Werkzeuge“ befindet sich jetzt zusätzlich ein weiterer Punkt: Netzwerk einrichten.
Hier kann ausgewählt werden, ob sich die Unterseiten per Subdomain oder per Unterverzeichnis eingliedern sollen. Außerdem kann man dem Netzwerk einen Namen geben. Das Netzwerk ist installiert, jetzt muss es noch anständig konfiguriert werden.

7. Auf der nächsten Seite erscheinen drei Anweisungen, die noch ausgeführt werden müssen. Als erstes soll ein Ordner erstellt werden. Dann muss etwas in die wp-config.php eingefügt und schließlich noch etwas in die .htaccess. Damit nichts schiefgeht, macht es Sinn beide Dateien vorher erst mal zu sichern.

8. Sind alle Dateien wieder hochgeladen worden, kann man sich neu einloggen. Hat alles geklappt, erscheint in der Admin-Leiste ein neuer Menüpunkt: Meine Seiten. Darüber kann die Netzwerkverwaltung geöffnet werden. Über „Seiten“ können die neuen Blogs angelegt werden.

Wenn man sich also nicht so dämlich anstellt wie ich, die erst mal mit dem FTP-Programm im Clinch liegt und Ordner löscht, die dann hinterher fehlen, es mir aber nicht auffällt, und danach alles noch mal neu installieren muss, geht eigentlich alles ganz schnell und einfach und man kann damit beginnen, die Backups wieder zu importieren.

4 Kommentare

  1. Stimmt, das wäre eine Idee. Das geht aber nur mit Websites, die auf einem und den selben Server/Hosting liegen. Wenn ich jedem Kunden auf dem Server ein eigenes Hostings einrichte, geht das nicht, oder?

    Ich arbeite bei http://www.sprachcafe.org mit einer Multisite. Ich habe hier die Hoffnung, dass ich für die Unterseiten Co-Admins finde, die die Sprachtreffen für ihre Stadt, oder das Bundesland eintragen.

    Hilfreiches Plugin fürs Domain Mapping: http://wordpress.org/extend/plugins/wordpress-mu-domain-mapping/

    Hier habe ich eine Übersicht an (Premium-)Plugins gefunden, mit denen sich mehrere separate Installtionen aktualisieren lassen. Getestet habe ich bisher keines davon:
    http://sixrevisions.com/wordpress/tools-manage-multiple-wordpress-sites-one-location/

    • Das geht aber nur mit Websites, die auf einem und den selben Server/Hosting liegen. Wenn ich jedem Kunden auf dem Server ein eigenes Hostings einrichte, geht das nicht, oder?

      Das ist richtig, so ein Netzwerk funktioniert nur, wenn alles auf einem Server liegt bzw. über ein Hosting verwaltet wird. Aber da sich ja jeder Kunde über sein eigenes Backend anmelden kann, fällt das ja eigentlich gar nicht weiter ins Gewicht – für den Kunden jedenfalls. Man braucht eben einen Server, auf dem genügend Platz für mehrere Projekte ist.

      Die Plugins klingen auch interessant. Sollte man sich auf jeden Fall mal ansehen, vielleicht ist für den einen oder anderen da eine Alternative zu den Multisites dabei.

      Liebe Grüße
      Susanne

  2. Das ist richtig, so ein Netzwerk funktioniert nur, wenn alles auf einem Server liegt bzw. über ein Hosting verwaltet wird. Aber da sich ja jeder Kunde über sein eigenes Backend anmelden kann, fällt das ja eigentlich gar nicht weiter ins Gewicht – für den Kunden jedenfalls. Man braucht eben einen Server, auf dem genügend Platz für mehrere Projekte ist.

    Ja, es gibt solche Kunden, denen ein WordPress-Login ausreicht. Viele möchten jedoch auch per FTP zugreifen und dann wird es schwierig mit dem gemeinsamen Hosting.

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