ionCube Loader auf 1&1 Shared Hosting installieren

ionCube Loader WebseiteFür einige verschlüsselte PHP-Scripte benötigt man den ionCube Loader. Diesen kann man auch in einem Shared Hosting Paket installieren, obwohl dort kein voller Serverzugriff besteht. Auf der Hilfe-Seite von 1&1 gibt es auch einen Artikel, der die Schritte der Reihe nach beschreibt, aber bereits so veraltet ist, dass man ihn getrost ignorieren kann.

Ich erkläre in diesem Artikel, worauf es wirklich ankommt. Als erstes müssen wir die Fakten klären:

  1. Welche PHP-Version läuft auf der entsprechenden Domain?
  2. Wie lautet der absolute Pfad zum Hosting-Verzeichnis?
    Der Pfad müsste etwa so aussehen:
    /kunden/homepages/xx/xxxxxxxxx/htdocs/

Der absolute Pfad ist im Control Center zu sehen.

Dann müssen wir die entsprechenden Dateien herunterladen. Die erhalten wir unter http://www.ioncube.com/loaders.php.

ioncubeloaders

Wir wählen die Linux 32bit-Variante als zip-Archiv. Das Paket enthält bereits alle benötigten Dateien. Nachdem das Paket entpackt worden ist, können wir den Inhalt des Ordners per FTP auf den Server laden. In der offiziellen Anleitung von 1&1 steht, dass die Dateien unbedingt in das Wurzelverzeichnis des Hosting Paketes installiert werden müssen. Das entspricht nicht der Wahrheit. Tatsächlich können die Dateien in einen beliebigen Unterordner geschoben werden. Ob er einen anderen Namen haben darf, als ioncube, habe ich nicht ausprobiert. Daher würde ich empfehlen, die Dateien in einen Ordner namens ioncube innerhalb des Verzeichnisses für die Domain, mit der der ionCube Loader benötigt wird, zu schieben.

Jetzt sind wir schon fast fertig. Alles, was wir jetzt noch tun müssen, ist, den ionCube Loader als Zend Extension einzubinden. Dazu erstellen wir eine php.ini Datei und kopieren den absoluten Pfad zur entsprechenden ionCube-Datei mit der Endung .so hinein.

zend_extension =/kunden/homepages/xx/xxxxxxxxx/htdocs/Unterverzeichnis/ioncube/ioncube_loader_lin_5.6.so

An dieser Stelle brauchen wir die Informationen, die wir zu Beginn über den Server gesammelt haben. Der Pfad muss durch die entsprechende Nummernfolge des eigenen Verzeichnisses ausgetauscht werden und der Dateiname der *.so-Datei muss auf die PHP-Version eingestellt werden, die auf der entsprechenden Domain läuft. Im obigen Beispiel wäre dies PHP 5.6.

Die Datei laden wir in jedes Verzeichnis hoch, da die Einstellungen nicht rekursiv in die Unterordner vererbt werden. Wichtig ist hierbei, dass die Datei nicht nur in den Ordnern mit verschlüsselten Dateien liegen muss, sondern möglichst in allen Unterordnern des Verzeichnisses. Bei einem Hosting-Paket mit Shell-Zugang kann auch ein Link zu einer im Hauptverzeichnis der Domain gespeicherten php.ini gesetzt werden. Das erleichtert spätere Änderungen.

Zum Abschluss müssen wir noch überprüfen, ob die Installation geglückt ist. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Am einfachsten kopieren wir dafür die Datei info.php aus dem log-Verzeichnis des Webspaces in den entsprechenden Ordner und rufen sie im Browser auf. Im besten Fall erscheint dort unter den Zend Extensions auch der ionCube Loader.

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